Schüler sorgen für ein friedliches Miteinander

erschienen in der Neuen Westfälischen, 09.02.2017

Gesamtschule: 19 Streitschlichter haben in einer Arbeitsgemeinschaft drei Regeln als Basis gelernt

    Rheda-Wiedenbrück (nw). Startklar sind die Streitschlichter der Gesamtschule. „Helfen statt wegschauen“ ist ihr Motto. Seit Schuljahresbeginn treffen sich 19 Siebt- und Achtklässler in einer Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung einer Lehrerin, um die Ziele und Aufgaben einer Streitschlichtung kennenzulernen.

   Streit ist normal im menschlichen Zusammenleben. „Gerade der Lebensraum Schule ist prädestiniert für das Auftreten von Konflikten, da immer wieder unterschiedliche Standpunkte und Handlungswünsche kollidieren", so die Gesamtschule. Meist werden Konflikte als unangenehm erlebt, können aber auch als Signal verstanden werden, dass eine Situation nicht stimmig ist und verändert werden sollte.

   Programme zur Streitschlichtung nennen konstruktive und wertschätzende Konfliktlösungen, die eine positive Entwicklung sozialer Kompetenzen bieten - und damit die Verbesserung der Beziehungen untereinander. Weil Streit-schlichter viel Verantwortung tragen, wurden die Gesamtschüler intensiv auf ihren Job vorbereitet.

   Gespräche über Gefühle, Konfliktsituationen und auch -lösungen sind Inhalte der Ausbildung. Die Jugendlichen mussten am Ende eine Prüfung im Streitschlichten bestehen. Die Schüler „sind begeistert von der Arbeitsgemeinschaft und freuen sich auf ihren Einsatz in den Pausen, um ihren Mitschülern eine Stütze im Schulalltag zu sein“, teilt die Gesamtschule mit.

   Es gelten drei Regeln: Jeder lässt jeden aussprechen und Schimpfwörter sind verboten; Streitschlichter sind immer neutral; das Gespräch ist vertraulich.

   Unterstützt wird das Projekt „Streitschlichtung an der Schule“ durch das „Netzwerk Gewaltprävention“ im Kreis Gütersloh. Künftig sollen jedes Jahr neue Streitschlichter ausgebildet werden. Dabei werden sie von ihren Mitschülern, die dann schon alte Hasen sind, unterstützt.

 
Lösen Konflikte konstruktiv: Die Siebt- und Achtklässler helfen ihren Mitschülern, wenn die sich uneins sind.
Foto: Gesamtschule