Maschinenbau als Berufsfeld

erschienen in "Neue Westfälische" vom 20.02.2016

Nachwuchsförderung: Stiftung startet Politprojekt zur Qualifizierung von MINT-Lehrern


Einblick: Dominik Heikel, Marco Tomasiewicz und Lena Eidhoff, alle Lehrer der Städtischen Gesamtschule in
Rheda-Wiedenbrück, versuchen sich am Bau eines Formel-1-Wagens. - © Viktoria Bartsch


VON VIKTORIA BARTSCH

   Bielefeld. Jugendliche für die Werkzeugmaschinenindustrie begeistern – das möchte die VDW Nachwuchsstiftung. Im Vorfeld der internationalen Messe für Technologien der Metallverarbeitung in Düsseldorf startete die Stiftung des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken nun ein Pilotprojekt, bei dem Lehrer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) selbst aktiv werden müssen.

   „Ziel ist es, den MINT-Lehrern die Branche und die technischen Berufe im Maschinenbau an einem praktischen Beispiel eines Formel-1-Modellwagens vorzustellen und sie für den Berufsorientierungsunterricht vorzubereiten", sagt Stiftungsleiter Peter Bole.

   14 Lehrer aus Rheda-Wiedenbrück, Oelde, Wadersloh, Neubeckum und dem Raum Köln nahmen an der Fortbildung teil. Mit dabei war auch Dominik Heikel von der Städtischen Gesamtschule aus Rheda-Wiedenbrück: „Die Berufsorientierung ist für uns ein weites Feld. Deswegen ist es super, wenn wir hier mal reinschnuppern können."

   Auch für seine Kollegin Lena Eidhoff ist die Branche Neuland: „Gelötet habe ich noch nie, aber ich finde es gut, dass es so praktisch ist." Gemeinsam mit Lehrerkollege Marco Tomasiewicz und 22 Schülern werden sie in der kommenden Woche die Messe und den Stand der Stiftung besuchen. Dort können die Schüler sich ebenfalls am Bau eines Formel-1-Wagens versuchen und dafür ausgewählte Teile selbst anfertigen.

   „Begeisterung ist für die Berufswahl ganz entscheidend", sagt Bole. Die Maschinenbaubranche sei mittlerweile ein sehr vielfältiges Berufsfeld geworden.