Presse 27.11.2014 (1)

erschienen in "Die Glocke"

Endausbau kostet 35 Millionen Euro


Eingeteilt in fünf Abschnitte nehmen (v .l.) Rechtsdirektor Eberhard Greufe und Bürgermeister Theo Mettenborg
zum Umbau und zur Erweiterung der Gesamtschule am Standort Rheda 35,07 Millionen Euro in die Hand.
Karikatur: Heinrich Schwarze-Blanke

  Von unserem Redaktionsmitglied
  KAI VON STOCKUM


  Rheda-Wiedenbrück (gl). Pläne wurden geschmiedet und verworfen, Ideen entwickelt, es wurde mit Zahlen hantiert, man diskutierte, bis die Köpfe rauchten, und ist sich sicher, an ziemlich alles gedacht zu haben: Wenn der Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück am 1. Dezember den Startschuss zum Bau der Gesamtschule am Standort Rheda gibt, wird das nicht nur in Sachen Bildung ein großer Wurf werden. Vor allem auch finanziell gesehen ist das Projekt eine Nummer für sich.

  Eingeteilt in fünf Bauabschnitte dürften die ersten Umbauten und Erweiterungen, die Ende 2018 abgeschlossen sein sollen, mit 22,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Zur finalen Fertigstellung fehlt noch der Zeitplan, eine Summe steht bereits unterm Strich: 35,07 Millionen Euro.

  Christian Linzel, Leiter der technischen Abteilung im Rathaus, nahm während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses eins vorweg: „Der Komplex wird nicht wie ein Ufo landen.“ Stattdessen werden es viele Jahre dauern, bis die Einrichtung vollständig und funktionstüchtig ist: Prognosen zufolge werden Kinder und Jugendliche in der Sekundarstufe eins in fünf Zügen unterrichtet, in der Sekundarstufe zwei – also der Oberstufe – dreizügig. Zwischenzeitlich könnte es sogar notwendig werden, sechs Klassen zu bilden. Ab 2017 kalkulieren die Fachleute dann allerdings mit sinkenden Schülerzahlen, so Christian Linzel weiter. Bis dahin wolle man zumindest das Raumprogramm „vollständig abgebildet“ haben. Dazu bedürfe es allerdings der vorzeitigen Bereitstellung von Finanzmitteln. Ausschussvorsitzender Volker Brüggenjürgen (Bündnis 90/Die Grünen): „Für eine Stadt wie unsere ist das eine große und innovative Maßnahme, die uns vor gewaltige Herausforderungen stellt. Es ist ein Kraftakt für Politik und Verwaltung.“

  Vor dem Hintergrund der Konzentration auf den Standort in Rheda hat man jenen in Wiedenbrück nicht aus den Augen verloren. Die Verwaltung hat den Standort südlich der Autobahn erneut untersucht und schlägt dem Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück vor, ihr den Auftrag zur Erarbeitung eines Realisierungskonzepts auf der Basis einer zweizügigen Real- sowie einer vierzügigen Gesamtschule zu erarbeiten. Die Umsetzung des Konzepts für den Standort Wiedenbrück dürfte deutlich günstiger werden als in Rheda. Dort nämlich können die Planer mit den bestehenden Gebäuden der Osterrath- und der Ketteler-Schule arbeiten. Im Vergleich zu einem Neubau kostet
der Quadratmeter so nicht etwa 1500, sondern „nur“ 500 Euro.

 

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