Junge Menschen und ihre Projekte

erschienen in "Neue Westfälische", 11.12.2017


Bei der Bekanntgabe der Sieger: Hannah Altenau (v.l.), Petra Roters, Simon Stenner, Lara Lütke, Can Tastemir, Alina Nissen, Uli Schwieder, Dominik Rehkemper, Godehard
Stein, Matti Siebelt, Daniel Rat und Svenja Karweger

Vorschläge: Die Bürgerstiftung hatte Jugendliche zum „Idee-Wettbewerb“ aufgerufen. Drei Beiträge sind so gut, dass die Jury auch drei Gewinner benannt hat. Für sie geht es nun an die Arbeit

   Rheda-Wiedenbrück (nw). Nach einer längeren Pause hat die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück wieder einen Idee-Wettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurden Teams, die eigenständig Ideen umsetzen, die der Allgemeinheit dienen.

   „Wir möchten jungen Menschen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die oft echt coole Ideen und Vorstellungen haben, damit eine Stimme geben“, erklärt Sven Jacobsen, der das Projekt zusammen mit Alina Nissen, Svenja Karweger und Godehard Stein begleitet. Es seien viele schöne Vorschläge eingereicht worden, von denen das Team nun einstimmig drei ausgewählt habe, weil „sie alle drei gleich gut sind“, so Jacobsen.

   Jetzt, wo der Zuschlag erteilt ist, müssen die Ideen ausgearbeitet werden, damit sie im Laufe des Sommers in die Tat umgesetzt werden können. Die Teams bekommen ein Budget von bis zu 1.000 Euro von der Bürgerstiftung und die fachliche Unterstützung. Gewonnen haben das Team St. Aegidius, das Team Energie-, Umwelt- und Klimaaktivisten (Euka) vom Einstein-Gymnasium und die Zeitschenker-Arbeitsgemeinschaft der Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück.

   Das Team vom Aegidius Jugendhaus möchte gerne mit Bewohnern des Altenheimes von St. Aegidius essen gehen. Dabei geht es den jungen Menschen darum, dass die Senioren einen Tapetenwechsel und Unterhaltung bekommen. Es geht ihnen aber auch darum, dass die älteren Herrschaften sich in einem Lokal genau das bestellen können, was sie gerne essen möchten – und nicht ein vorgegebenes Gericht bekommen. Ihre Überlegungen waren, dass es fußläufig ist und dass es ein Lokal ist, wo mehrere Generationen einkehren. Dafür haben sie sich die „Alte Tenne“ ausgesucht.

   Das Euka-Team besteht schon länger als Arbeitsgemeinschaft. Das aktuelle Idee- Projekt der Einstein-Gymnasiasten beschäftigt sich mit der Umwelt. Sie möchten gerne ein Fahrraddach an der Schule begrünen, um Insekten einen Lebensraum zu bieten. Ganz nach einem Zitat Albert Einsteins, dem Namenspatron ihrer Schule: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Das möchten die Jugendlichen verhindern. Außerdem würden sie gerne auch Dächer an anderen Stellen in der Stadt begrünen – doch das bedarf umfangreicher Recherchen. Unterstützt werden die Klimaaktivisten von ihrem Lehrer Uli Schwieder.

   Auch die Zeitschenker-AG der Gesamtschule gibt es schon einige Zeit. Die Mädchen und Jungen haben vor, mit der Unterstützung des Idee-Wettbewerbs ihr Projekt „Zeit schenken“ noch weiter auszubauen. Sie fahren in Seniorenheime, um mit den Bewohnern zu spielen, zu basteln oder zu erzählen. Auch spazieren gehen, ein Eis essen oder ein Café besuchen stehen auf ihrer Wunschliste. Ferner besuchen die Gesamtschüler Grundschulen, um Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen. Auch dieses Projekt wird von Lehrern wie Petra Roters begleitet.

   „Als wir die verschiedenen Ideen auf dem Tisch hatten, waren wir hochgradig erstaunt und beeindruckt, mit was sich Jugendliche beschäftigen“, sagte das Organisationsteam. Jetzt sind alle gespannt auf die Umsetzung.

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok