Brücken bauen mit der städtischen Gesamtschule

erschienen in "aha" Nr. 69, Februar 2018


Gudrun Bauer und Christiane Kociszewska geben sich die Hand auf eine gute Zusammenarbeit zwischen der städtischen Gesamtschule und dem Verein »Brücken bauen«. Dahinter v. links: Sonja von Zons, Marlies Stüker (Familie-Osthushenrich-Stiftung), Daniel Schönfeld, Reinhard Sluimann, Anne Wellmeyer.


Gemeinsam Jugendlichen den Berufseinstieg erleichtern

Rheda-Wiedenbrück(wl). Der Verein »Brücken bauen«, den es seit 2012 gibt, hat eine Kooperation mit der städtischen Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück geschlossen. Da die beiden Hauptschulen zum Sommer auslaufen, sollen bereits jetzt schon rund 25 Schüler der Gesamtschule durch Paten des Vereins auf dem Weg ins Berufsleben begleitet werden. Bei diesem ehrenamtlichen Einsatz werden junge Menschen in der Gesamtschule für eineinhalb Jahre bis zum Schulabschluss auf dem manchmal schwierigen Weg von der Schule in den Beruf partnerschaftlich begleitet. Da es weder Lehrer noch Eltern sind, die sich im Verein um das Wohlergehen der Schüler kümmern, basiert diese Kooperation auf einer sehr freundschaftlichen und lockeren Basis. »Unsere Paten sehen sich als Ratgeber und Unterstützer und nicht als Erzieher«, betont die Vereinsvorsitzende Gudrun Bauer. Die Gesamtschule freut sich auf die Zusammenarbeit, weil sie auf einen guten Übergang von Schule und Beruf setzt und in den Patenschaften keine Konkurrenz, sondern eine wichtige Ergänzung sieht, die sie von Seiten der Schule organisatorisch gar nicht bewältigen könnte. Die Leiterin Christiane Kociszewska, Berufskoordinator Reinhard Sluimann und Abteilungsleiter Daniel Schönfeld haben bereits einen Fahrplan für die neue Zusammenarbeit mit dem Verein erarbeitet.
Schönfeld sieht das Patenschaftsmodell als Privileg und als Chance für die ausgewählten Schüler an. Unterstützt werden Jugendliche, die noch unentschlossen sind und aus den verschiedensten Gründen wenig Rückhalt aus der Familie haben oder aber auch Schüler, die einfach ein wenig Unterstützung bei der Berufswahl brauchen und aus dem Erfahrungsschatz der Paten lernen können. Dank der regelmäßigen finanziellen Förderung der Familie-Osthushenrich-Stiftung, die sich seit 2012 bereits auf 42.000 Euro beläuft, steht das Projekt auf sicheren Füßen. Mit dem Geld werden Gemeinschaftsaktionen wie Ausflüge, Theaterbesuche, Kochabende oder Bewerbungstrainings finanziert. Aber auch im Einzelfall kann Geld für spezielle Nachhilfe oder andere Dinge ausgegeben werden. Neue Paten werden dringend gesucht. Wer sich vorstellen kann, diese ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen, bekommt bei Gudrun Bauer unter 05242 55855 oder bei der zweiten Vorsitzenden Anne Wellmeyer unter 05242 2754 nähere Informationen.

Wie wird man Pate?

Jeder, der ein Herz für die Jugend hat, Freude daran hat, Schüler auf den Weg ins Berufsleben zu begleiten und über eine Portion Lebenserfahrung verfügt, kann Pate werden. Besondere Talente oder Qualifikationen sind nicht gefordert. Vom »normalen« Berufspraktiker bis hin zum Unternehmer können erwachsene Männer und Frauen mitmachen. Die regelmäßigen Treffen sind frei bestimmbar und auch die Art der Zusammenarbeit – weil jede Patenschaft anders verläuft. Wichtig ist, dass die Chemie zwischen Pate und Schüler stimmt. Der Lohn dafür ist oftmals ein glücklicher und gestärkter junger Mensch, der vielleicht seinen Traumberuf gefunden hat, und manchmal eine tolle Freundschaft über Jahre hinweg.

 

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