Übergang zur Gesamtschule


Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule ist ein großer Schritt für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Eltern. Er ist oft mit vielen Fragen und Sorgen verknüpft. Wir möchten hier Fragen beantworten, die uns immer wieder gestellt werden und hoffen damit, etwas dazu beizutragen, dass sich Eltern wie Kinder nach den Sommerferien auf den ersten Schultag an der Gesamtschule freuen.


F: Kann mein Kind Wünsche äußern, mit wem es in eine Klasse möchte?

A: Ja, jedes Kind kann uns bei der Anmeldung und auch noch später sagen oder schreiben, mit welchem besten Freund oder Freundin es in eine Klasse möchte.

F: Wie werden die Klassen gebildet?

A: Bei der Klassenzusammensetzung achten wir auf eine ausgewogene Größe, ein möglichst ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen und eine gute Mischung der Leistungen.

F: Wann erhalte ich eine Nachricht, ob mein Kind an der Gesamtschule aufgenommen ist?

A: Die Aufnahmebescheinigungen mit weiteren Informationen werden noch vor den Osterferien verschickt.

F: Werden alle Kinder aufgenommen, die zur Gesamtschule möchten?

A: In den letzten drei Jahren konnten alle Kinder aufgenommen werden, die an der Gesamtschule angemeldet wurden. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir auch in diesem Jahr alle Anmeldungen berücksichtigen können.

F: Wieviel Plätze stehen für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarfen zur Verfügung?

A: Es stehen insgesamt 16 Plätze zur Verfügung.

F: Werden nur die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarfen gefördert?

A: An der Gesamtschule werden alle Kinder gefördert und auch gefordert. Für die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarfen stehen Sonderpädagogen zur Verfügung. Selbstverständlich erhalten alle Kinder Unterstützung, um sich bestmöglich entwickeln zu können. Wir haben dazu Forder- und Förderangebote entwickelt, die Kinder können sich in Profile einwählen, später findet jeder seinen Weg in den Differenzierungsfächern und in den AGs.

F: Ist mein Kind mit dem Ganztag nicht überfordert?

A: Die Gesamtschule hat an drei Nachmittagen in der Woche bis um 15:30 Uhr Unterricht. Dienstags und freitags endet der Unterricht um 13:00 Uhr. Um die Schülerinnen und Schüler zu entlasten, ist der Tag rhythmisiert, d.h. durch unseren 90-Minuten Stundentakt haben die Schüler und Schülerinnen maximal vier Fächer pro Tag. Entspannen können sich die Schülerinnen und Schüler in der Mittagspause, die 60 Minuten dauert. Hier ist genug Zeit, um sein Mittagessen entweder in der Mensa oder draußen einzunehmen und auch um die vielen Mittagsangebote auszuprobieren. Man kann Sport und Spiele machen, Leseangebote oder auch Ruheangebote wahrnehmen.

F: Lernt mein Kind genug, wenn die Klassen heterogen zusammengesetzt sind?

A: An der Gesamtschule wird im Unterricht differenziert. Es gibt Lernaufgaben auf unterschiedlichen Niveaus und Angebote für schnellere Schülerinnen und Schüler. Bereits ab Klasse 6 können stärkere Schülerinnen und Schüler eine 2. Fremdsprache wählen oder Forderkurse besuchen. Daneben haben wir Angebote für Kinder mit besonderen Begabungen.

F: Mein Kind möchte unbedingt in das MINT Profil. Ist das möglich?

A: Jedes Kind gibt einen Wunschzettel mit drei Wünschen bei uns ab. Bisher ist es meistens gelungen, den ersten Wunsch auch zu erfüllen.

F: Mein Kind hat eine Gymnasialempfehlung. Ist es an der Gesamtschule überhaupt richtig?

A: Auch an der Gesamtschule kann man das Abitur machen. Es ist die gleiche Prüfung wie am Gymnasium und berechtigt zum Studium an allen Universitäten und Fachhochschulen. Im Unterschied zum Gymnasium (G 8) macht man das Abitur an der Gesamtschule nach 9 Jahren (G 9), die Schülerinnen und Schüler haben also ein Jahr länger Zeit. Das bedeutet, dass der Druck auf die Kinder entfällt und neben der Schule auch noch Zeit bleibt für Hobbies und Freunde.

F: Kann ich mein Kind auch später noch an der Gesamtschule anmelden?

A: Das ist grundsätzlich möglich, hängt aber von den Kapazitäten ab. D.h. wenn noch freie Plätze vorhanden sind, ist eine Aufnahme möglich.

F: Findet sich mein Kind an der neuen Schule überhaupt zurecht?

A: Die Umstellung ist kein Problem. Wir begleiten die neuen Schülerinnen und Schüler, sodass sie sich schnell zurechtfinden. An den ersten drei Tagen nach den Sommerferien findet ausschließlich Klassenunterricht statt. Das Klassenlehrerteam bespricht mit der Klasse alles Wichtige, es gibt eine Schulrallye zur Orientierung im Gebäude und auf dem Gelände. Die Klasse lernt sich kennen und gewöhnt sich an die neue Lernumgebung.

F: Mein Kind ist sehr still. Wie wird es in den Unterricht eingebunden?

A: Auch Kinder, die eher still und zurückhaltend sind, können sich an der Gesamtschule entfalten. In den kooperativen Lernformen sind sie in Partner- und Kleingruppenarbeit aktiv. Lernergebnisse werden zunächst untereinander im „geschützten Raum“ ausgetauscht und verglichen. Alle Schülerinnen und Schüler werden zu selbstständigem Lernen angeleitet. Die Lehrkräfte haben auch im Unterricht Gelegenheit, sich einzelnen Kindern zuzuwenden.

F: Wann wissen wir, in welche Klasse unser Kind kommt?

A: Noch vor den Sommerferien findet ein Kennenlernnachmittag statt, an dem sich die neuen Klassen zum ersten Mal treffen und Gelegenheit haben, einige Lehrerinnen und Lehrer kennenzulernen.

F: Wie groß sind die Klassen an der Gesamtschule?

A: Die Klassengröße ist auf 27 Kinder begrenzt.

F: Was passiert am ersten Schultag?

A: Der erste Schultag beginnt mit einem Gottesdienst für den neuen 5. Jahrgang. Im Anschluss gehen die Klassen mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern an die Standorte in ihre Klassenräume und starten ins Schuljahr. Für die Eltern ist Gelegenheit zum Austausch bei einer Tasse Kaffee.

F: Wer hilft bei Fragen und Problemen?

A: Das Team der Gesamtschule verfügt über Lehrerinnen und Lehrer, die in speziellen Bereichen zusätzlich Qualifikationen erworben haben und weiterhelfen können. Erster Ansprechpartner ist die Klassenleitung. Daneben stehen die Abteilungsleitungen, unser Beratungslehrerteam und die Schulsozialarbeiter zur Verfügung.

F: Gibt es Hausaufgaben?

A: Es gibt Lernaufgaben, die die Schülerinnen und Schüler außerhalb des Unterrichts bearbeiten. Dazu gibt es die Stunden Individuellen Lernens im Stundeplan. An den Nachmittagen, die unterrichtsfrei sind, gibt es eine offene Lernzeit, die jedes Kind besuchen kann.

F: Gibt es weitere Unterstützung beim Lernen?

A: Die Schülerinnen und Schüler erlernen Lern- und Arbeitstechniken sowohl im Unterricht wie auch in Projektwochen. Das Thema „Lernen lernen“ wird immer wieder aufgegriffen und weitergeführt. Die Gesamtschule ist Projektschule in der „sprachsensiblen Unterrichtsentwicklung“, die wissenschaftlich begleitet wird. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung einer gesicherten Fachsprache. Jedes Kind wird daher im Unterricht angeleitet, sich angemessen auszudrücken.

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